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Clan der Vampire

Tag 17: Küssen unterm Mistelzweig

Anne wollte sich gerade auf den Heimweg machen, als sie Lorena entdeckte, die sich mit Sebastion unterhielt. Einem der wenigen reinblütigen Wachposten an der Villa.

„Lorena, dich hab ich hier gar nicht erwartet…“, grüßte Anne und versteckte den Mistelzweig den sie dabei hatte hinterm Rücken.

„Ich war gerade ohnehin in der Nähe, also dachte ich mir ich komme vorbei und hole dich ab“ erwiderte Lorena und musterte sie dann skeptisch, „Was versteckt du denn nun schon wieder für Weihnachtskram?“

„Weihnachtskram?“, fragte Sebastion. Lorena nickte seufzend. „Ja, mein Haus gleicht langsam aber sicher einem Weihnachtsdekorations-Geschäft“, erklärte sie übertrieben theatralisch. Sebastion lachte. „Ohje, mein Beileid. Gewandelte im Adventsrausch eben…“ Beleidigt verschränkte Anne die Arme vor der Brust. „Du übertreibst total! Das Bisschen, was ich aufstellen durfte, ist nicht mal besonders weihnachtlich!“, protestierte sie. Lorena schmunzelte. „Schon gut. Und heute willst du die ‚unweihnachtliche’ Deko um einen Mistelzweig erweitern, ja?“

Anne rollte mit den Augen. „Ich kann ihn auch in mein Zimmer hängen, da stört er dich nicht.“

„Oh, der stört mich auch so nicht“, antwortete Lorena zu Annes Überraschung, „Ich wüsste zwar nicht, wozu ich Schutz vor bösen Geistern und Hexen brauche, abgesehen davon, dass das eh nichts bringt, aber du kannst ihn ruhig aufhängen.“ Einen Moment lang war Anne irritiert, dann strahlte sie ihre Schöpferin an „Ja? Danke! Außerdem soll er gar nicht vor irgendwas schützen. Unter einem Mistelzweig muss man sich küssen, dass bringt das Glück und verheißt eine glückliche Beziehung.“ Lorena grinste „Also zum Küssen hab ich noch nie einen Zweig gebraucht“, entgegnete sie und zwinkerte Sebastion zu, der daraufhin ihr Grinsen erwiderte. Annes Blick wanderte zwischen den Beiden hin und her. „… Ich geh dann mal vor…“


Früher sollte ein Mistelzweig Hexen, böse Geister und Unheil fernhalten.

Der Brauch sich unter dem Mistelzweig zu küssen kommt aus England. Wenn 2 Personen unter dem Zweig stehen, wird eine Beere für einen Kuss gepflückt. Wenn keine Beeren mehr übrig sind, gibt’s auch keinen Kuss mehr.

Woher der Brauch genau kommt, dazu gibt es wie so oft unterschiedliche Theorien:

Einige glauben, er ist auf das römische Fest der Saturnalien zurück zu führen, das am 17. Dezember gefeiert wurde und an dem man sich auch Mistelzweig als Zeichen der Freundschaft schenkte.

Ein anderer möglicher Ursprung kommt aus Skandinavien. Wenn dort Krieger im Wald unter einem Mistelzweig zusammen trafen, schlossen sie für einen Tag Waffenstillstand.

Außerdem gibt es noch die Sage der Göttin Frigga. Diese hatte Angst um ihren Sohn Balder, der von seinem Tod träumte. Deshalb bat sie alle Wesen der Natur um das Versprechen, ihren Sohn nicht zu verletzen. Sie vergaß dabei die Mistel.  Feuergott Loki tötete Balder schließlich mit einer Pfeilspitze aus Mistelholz. Frigga konnte ihren Sohn jedoch nach drei Tagen von den Toten zurück holen. Die Tränen die sie bis dahin vergossen hatte, wurden zu den weißen Beeren der Mistel. Fortan küsste sie freudig jeden, der unter dem Baum der Mistel vorbei ging.

Mehr über den Brauch und die mystische Mistel:

https://de.wikipedia.org/wiki/Misteln

http://www.weihnachtsstadt.de/brauchtum/allgemein/mistelzweig.html

https://www.t-online.de/leben/id_52167830/mistelzweig-brauch-und-deko-zu-weihnachten.html

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