Nachweis meiner Theorien

Vorwort

Manch Unwissender wird seine Zweifel an meinen Ausführungen, über die dunkle Mächte des Nosferatu, hegen. Mich womöglich gar für einen Irren halten. Jedoch ist dies mitnichten der Fall.

Im Folgenden werde ich daher einige meiner Erlebnisse schriftlich festhalten um auch letzte Zweifel an der Existenz jener seelenlosen Blutsauger auszumerzen.

Abraham Van Hellsing

Aufschriebe Prof. Dr. Abraham Van Hellsing

Auf dem Schiff nach Paris, 8.Mai

Nachdem mein geschätzter Studienkollege Hubert Schelling mich um eine zweite Meinung zu einer seiner Patientinnen gebeten hatte (Anm. Brief ist nach diesem Eintrag angeheftet), machte ich mich sogleich auf den Weg. Allzu viel Zeit wird mir nicht bleiben, da ich meiner Verlobten mein Wort gegeben habe, rechtzeig zur geplanten Hochzeit zurück zu sein. Wie könnte ich auch nicht, eine so wundervolle Frau darf man nicht warten lassen. Nun aber muss ich mich auf den mir vorliegenden Fall konzentrieren. Bereits mehrfach bin ich die wenigen Informationen durchgegangen, die mir vorliegen, ohne jedoch einen Zusammenhang zu einer mir bekannten Krankheit zu finden. Ein äußerst interessanter Fall. Berichtet wurde mir von einer jungen Frau im heiratsfähigen Alter die an Lunatismus leidet und seit einiger Zeit auch Erschöpfungssymptome als Folge einer Anämie zeigt. Des weiteren seien seltsame Wundmale am Hals vorhanden, die aussehen wie menschenähnliche Bissspuren. Gerade Letzteres muss ich mir unbedingt selbst ansehen ehe ich mir ein Urteil darüber bilden kann.

Der Hafen ist in Sicht. Somit werde ich hoffentlich bald genaueres erfahren.

Brief von Hubert Schelling

Werter Kollege,

ich schreibe ihnen, in der Hoffnung  dass sie mir mit ihrem Wissen über rätslhafte Krankheitsbilder  einen hilfreichen Rat geben können, denn ich selbst bin mit meinem Latein am Ende.

Bei meiner Patientin handelt es sich um eine junge Frau, welche sich bis vor Kurzem noch bester Gesundheit erfreute. Ganz plötzlich, so wurde mir berichtet, begann sie im Schlaf umher zu wandeln und war dann am kommenden Morgen stets sehr erschöpft.  Außerdem entdeckte ich an Hals der Patientin seltsame Wundmale, ähnlich einer Biss Spur.

Nach einigen Tagen entwickelte sie zudem eine akute Anämie.

Sämtliche Behandlungsversuche zeigten bisher keinen oder aber nur Kurzzeitigen Erfolg.

Ich hoffe auf eine schnelle Antwort, da der Zustand der jungen Frau sich zusehends verschlechtert.

Kollegiale Grüße

H.Schelling

Paris, 8.Mai (Abends)

Zu meinem großen Bedauern kam ich zu spät. Wie Hubert mir nach meiner Ankunft berichtete, verschwand seine Patientin vor zwei Tagen spurlos aus ihrem Schlafzimmer. Sie musste durch das Fenster geklettert sein, jedoch fand man dort keinerlei Spuren, was in dem vom Regen aufgeweichten Boden eigentlich kaum möglich war. Höchst seltsam.

Paris, 9. Mai

Heute am späten Vormittag kam Hubert in das Hotel geeilt, indem ich untergekommen bin und berichtete mir von einer weiteren Frau, die offenbar an denselben rätselhaften Symptomen litten wie seine erste Patientin. Sogleich machten wir eine Krankenbesuch. Ebenso wie die erste, hatte auch diese junge Frau Wundmale am Hals. Diese hatten große Ähnlichkeit mit menschlichen Biss Spuren, jedoch schienen die Eckzähne für einen Menschen ungewöhnlich ausgeprägt zu sein, was mehr auf ein Tier hindeutet. In Absprache mit der Familie des Mädchens wird des Nachts nun deren Schlafzimmer verschlossen, um zu verhindern, dass sie durch ihr Schlafwandeln womöglich das Haus verlässt.

Gleich Morgen werde ich mich an die hiesige Zeitung wenden und mich noch zusätzlich umhören, ob nicht irgendwer des Nachts etwas beobachtet hat. Sollte tatsächlich ein wildes Tier hier sein Unwesen treiben, muss es schnellst möglich eingefangen werden um weitere Opfer zu vermeiden.

Paris, 12. Mai

Nachdem sich der Zustand des Mädchens in den letzten beiden Tagen zunächst zusehends gebessert hatte, waren wir heute sehr erschrocken über die Schwäche die sie zeigte und welche tatsächlich eine Bluttransfusion nötig machte. Bedauerlicherweise haben wir auch weiterhin keinerlei Hinweise darauf, was die Wunden verursacht, welche augenscheinlich für den beträchtlichen Blutverlust verantwortlich sind. Mein Aufenthalt hier wird wohl länger andauern als zunächst angenommen.

Tagebuch Roseanne O‘Sullivan

20.Mai

Erst gestern hat mich die Nachricht von meinem liebsten Abraham erreicht, dass seine Anwesenheit in Paris doch länger von Nöten wäre als angenommen. Mein tüchtiger Professor, lässt sich von nichts beirren, wenn er nur den Kranken helfen kann. Welch ein Glück, dass ich mich kurzfristig ebenfalls von meinen Verpflichtungen frei machen konnte, um ihn zu unterstützen wo ich nur kann. Gleich Morgen in der Früh werde ich zu ihm nach Paris reisen. Daher muss ich nun auch schließen, um meine Reise ausgeruht antreten zu können. Bald sind wir wieder vereint, liebster Abraham.

Aufzeichnungen Prof. Dr. Abraham Van Hellsing

Paris, 29. Mai

Nach zwei weiteren Schwächeanfällen der Patientin, hatten Hubert und ich beschlossen die Nächte vor dem Fenster Wache zu stehen, da es keine andere Erklärung gab, wie sie sonst das stets verschlossene Zimmer hatte verlassen können. Erfreulicherweise zeigte dieses Vorgehen auch schnell Erfolg, und das Mädchen erholt sich zusehends. Die Ursache ihrer Krankheit liegt allerdings weiterhin im Dunkeln. Auch die Wache brachte keine Erkenntnisse hierzu. Nur einmal sah ich einen jungen Mann herumschleichen. Auf mein Nachfragen hin was er denn zu später Stunde hier zu suchen hätte, erklärte er mir nur, die Blumen die an der Wand empor wuchsen hätten ihn verzaubert. Eine höchst seltsame Erscheinung, die jedoch einmalig blieb.

29.Mai (Abends)

Welch eine Freude, gerade als ich mein Hotel verlassen wollte um zur nächtlichen Wache anzutreten überreichte der Concierge mir einen Brief meiner liebsten Roseanne. Schon Morgen soll das Schiff anlegen, mit dem sie nach Paris kommen wird um mich zu unterstützen. Welch eine wundervolle Verlobte ich doch habe.

              

Fortsetzung folgt…?

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